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MODE, DIE NICHT AUS DER MODE KOMMT

Vintage im Rahmen der Antiquitäten-Auktion am 1. April im Dorotheum


Jede Zeit hat eigene Schönheitsideale. Und damit sich jeweils wandelnde Vorstellungen von idealer Mode. Festzustellen auch mit einem Blick in den Katalog zur Antiquitäten/Vintage-Auktion des Dorotheum am 1. April 2015, die dazu einlädt, einer Zeitreise durch Wiens Modegeschichte gleich, die Welt der Mode zu durchlaufen:

So startet die Vintage-Mode-Auktion mit einem um 1900 entstandenen Cape des Wiener Kaufhauses „Ludwig Zwieback & Bruder“ (Lot 115, Rufpreis € 400). Das 1877 gegründete Kaufhaus hatte Geschäfte auf der Mariahilferstraße und an der Ecke Kärntnerstraße/Weihburggasse. Die floralen Cape-Applikationen auf Baumwollfilz mit schwarzem Tüll stehen ebenso für die Zeit der Wiener Jahrhundertwende, wie die beiden Roben, welche etwa um 1890 geschneidert wurden (Lot 119 & 120, € 500 & € 400). Üppig aus Seide, mit Falten, Schleppe und leichten Rüschen versehen, entführen sie gedanklich schnell in das Wien der Kaiserzeit.

Das opulente Wien mit dem Kaiserhof in den 1920er Jahren hinter sich gelassen, findet man sich in einer Zeit, in der die Frau, die Künstlerin, eigenständiger aufzutreten vermag. So etwa Gustav Klimts Freundin Emilie Flöge mit ihrem Modeatelier; ein ihrem Studio zugeschriebenes Kleid aus schwarzer Seide offenbart deutlich das neue Selbstverständnis der Frau. Ohne einengendem Mieder, mit Pailletten bestickt, fällt es gerade und ist im Rücken V-förmig ausgeschnitten (Lot 131, € 500). Auch die Arbeiten Luise Schäfers, einer Schülerin der Muthesius Kunstgewerbeschule Kiel, entsprechen ganz dem Stil der 20er Jahre. Mit dem bestickten Wollpolster „Lichtwärts“ gewann sie den ersten Preis ihrer Klasse - nun wird er mit 200 Euro in der Auktion ausgerufen (Lot 130).

Und da Mode bekanntlich das auszudrücken versucht, was der Gesellschaft gerade wichtig ist, könnten die Bühnenkostüme aus dem Nachlass der Prager Tänzerin Ella Vitkova aus den 1930er Jahren nicht pompöser sein. Mit Pelzstehkragen und roten Pailletten besetztem Oberteil (Lot 140, € 200) oder mit silbernem Strassstein-Body (Lot 141, € 400) lässt sich die karge Zwischenkriegszeit divenhaft gut übertanzen.

Fred Adlmüller fand, frisch in Wien angekommen, seine erste Anstellung im Kaufhaus Zwieback. Bald galt seine Damenmode als Haute Couture. Im Dorotheum werden nun eine Adlmüller-Jacke aus Wollmohair und eine schwarze Weste mit Metallstickerei und Strasssteinen besetztem Kragen und Aufschlägen versteigert (Lot 152 & 153, € 500 & € 400).Mit Adlmüller verlassen wir Wien, München und Bad Gastein und gehen nach Paris. Yves Saint Laurent, Louis Vuitton und Christian Lacroix findet man dort ebenso wie in der Auktion am 1. April - kein Scherz.

 

Zu allen angebotenen Vintage-Lots (Online-Katalog siehe ab Lot 119 bis 162)

 

Uhren, Metallarbeiten, Varia, Vintage, Fayence, Volkskunst, Skulpturen
Auktionsdatum
Mittwoch, 1. April 2015, 14 Uhr
Besichtigung ab Donnerstag, 26. März 2015
Ort Palais Dorotheum, Wien 1, Dorotheergasse 17
Vintage-Expertin Mag. Sonja Höpp, Tel. +43-1-515 60-373 sonja.hoepp@dorotheum.at


Bildmaterial:

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