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Lot Nr. 339 V


1963 Shelby Cobra 289 Mk. I CSX2104


1963 Shelby Cobra 289 Mk. I CSX2104 - Klassische Fahrzeuge und Automobilia

Erste Cobra in Guardsman Blue!
Original 9.674 Meilen auf der Uhr!
Vollständig dokumentiert bis zum ersten Tag!
Eingetragen im World Registry of Cobras

Video auf dem Dorotheum Blog jetzt ansehen

1954 Jahre zieht Carroll Shelby, ein aus einfachen Verhältnissen stammender Texaner, aus in die große Welt um sich als Rennfahrer zu beweisen. Sein Talent und sein Können öffnen ihm schnell die Türen zu den Rennställen mit den großen Namen. Schon nach einem Rennen in einem hoffnungslos unterlegenem Allrad wird er vom legendären Aston Martin Teamchef John Wyer in eines seiner Autos gesetzt, einem DB3S. Die folgenden Jahre fährt Shelby auch für Ferrari und Maserati, kehr t aber 1959 zu Aston Martin zurück und feiert gemeinsam mit Roy Salvadori in diesem Jahr den größten Erfolg seiner Karriere: den Sieg an der Sarthe bei den 24 Stunden von Le Mans!

Im selben Jahr noch muss Carroll Shelby auf seine Ärzte hören und aufgrund eines angeborenen Herzfehlers seine Karriere an den Nagel hängen. Zuletzt hatten ihm Nitroglycerin-Kapseln unter der Zunge geholfen über die Runden zu kommen. Shelby hatte immer schon die Vision einen konkurrenzfähigen, amerikanischen Rennwagen auf die Räder zu stellen. 1957 hatte er sich mit seinem Ansinnen bei General Motors noch eine glatte Abfuhr geholt, als Rennfahrer in Rente startet er einen neuen Versuch und begibt sich auf die Suche nach den geeigneten Zutaten.

Den Motor bekommt er vom jungen Ford-Manager Lido A. Iacocca, einen heißen 260 Kubikinch V8. Das Chassis dazu findet er in England bei AC Cars, deren rennerprobter Ace nach Turbolenzen bei Bristol, von deren BMW 328-Weiterentwicklung er bislang angetrieben wurde, plötzlich ohne richtigen Motor da steht. Hier fügt sich die Geschichte der Cobra zusammen und im Februar 1962 fliegt ein erster Prototyp unlackiert über den Atlantik um in Santa Fe Springs von Shelby und seinen Mannen Motor und Getriebe eingebaut zu kommen. Acht Stunden später rollt der fertige Wagen aus der Werkstatt und er ist viel schneller als Carroll Shelby es sich jemals hätte träumen lassen.

Der Presse gehen die Superlative aus und gleichzeitig versuchen AC und Shelby soetwas wie Serienfertigung ins Laufen zu bringen. Bei AC hatte man ganze Arbeit geleistet, statt niedlichen 135 PS wird nun eine Herde von doppelter Größe vom Chassis gebändigt, doch es gibt noch an allen Ecken und Enden Wehwehchen auszumerzen. Nach 75 Exemplaren folgt ein größerer und stärkerer Motor mit 289 Kubikinch, ein wenig später eine neue Zahnstangenlenkung, was aus der Cobra Mk. I die Mk. II macht. Ende 1964 bekommt die Cobra eine Testosteronkur verpasst, sieben Liter Hubraum, 500 PS, Schraubfedern und üppige Kotflügelverbreiterungen. „Cobra 427“ nennt sich dieses Monster.

In ihrer GT-Klasse feiert die Cobra mehr als nur Achtungserfolge und Shelby landet hinter Ferrari auf Platz 2 der Marken- Weltmeisterschaft. In der offenen Klasse sind selbst die Handvoll aerodynamischer Daytona Coupés chancenlos gegen die Übermacht aus der alten Welt. Nach nur 998 gebauten Cobras endet die Zusammenarbeit mit AC und Shelby wendet sich einem neuen Projekt namens Ford GT40 zu. Mit dem will das Imperium zurückschlagen. Tut es auch, und wie! Vier Jahre in Folge in Le Mans.

Diese Cobra trägt die Fahrgestellnummer CSX2104. Sie ist die 104te gebaute, die 29ste mit 289er Motor und die allererste in wunderschönem Guardsman Blue, der Farbe, die später alle Shelby Werksrennwagen tragen sollten!

Am 13. März 1963 wird sie laut vorliegender Kopie von AC Cars Shelby American in Rechnung gestellt und mit spezieller Verpackung für die Scheibe nach Los Angeles eingeschifft. Laut Rick Kopecs World Registry of Cobras and GT40s verkauft Shelby American CSX2104 am 6. Mai an Tasca Ford auf Rhode Island, gemeinsam mit 2109 und 2112. Bob Tasca lässt kurz nach Ankunft der drei Cobras Shelby wissen, dass er nicht länger Cobra-Händler sein will. Er behält 2109 und lässt 2104 und 2112 von White Griffith Ford in Hicksville, New York, abholen. Am 27. August stellt Shelby American die Rechnung für CSX2104 auf den New Yorker Händler aus.

CSX2104 geht weiter nach Indiana, zunächst an Allen County Motors in Fort Wayne und später an Pete Fall Ford in Elkhart. Laut vorliegender Originalrechnung kauft Morris L. Ruch am 6. April 1964 im Namen der Kinner Homes Corp. dort die Cobra für 5.600 Dollar für seine Frau Rozella.

1973 übersiedeln die Ruchs nach Kailua Kona auf Hawaii und Rozella nimmt ihre geliebte Cobra mit auf die Insel. Die originalen Frachtdokumente belegen, dass der Wagen bis dahin erst 7.198,2 Meilen gelaufen ist. Bis zu ihrem Tod 1987 sollen nur 2.000 weitere dazu kommen. Im Jänner 1989 verkauft Morris Ruch die Cobra seiner verstorbenen Frau an Walt Wilkinson in Kalifornien mit 9.159 Meilen auf der Uhr. Der wundert sich zunächst, warum er zum Wagen mit der Fahrgestellnummer CSX2104 die Papiere zu 2112 erhält, findet des Rätsels Lösung aber beim Besitzer von 2112, denn der hat die Papiere zu 2104. 25 Jahre lang war niemandem die Verwechslung, die 1963 bei White Griffith Ford passiert war, aufgefallen. Der neue Besitzer lässt dies korrigieren und bringt die blaue Cobra wieder auf Vordermann. Zuletzt war die Cobra 2008 in New Jersey zugelassen, bevor sie der aktuelle Besitzer im selben Jahr nach Deutschland holte.

Weil sie die erste Hälfte ihres Lebens in den Händen ihrer Erstbesitzerin verbrachte und in der zweiten stets bei Sammlern gut aufgehoben war, ist diese Cobra heute eines der ursprünglichsten und authentischsten überlebenden Exemplare. Zeitlebens waren ihr jegliche Misshandlungen oder Rennstrecken erspart geblieben. Heute zeigt der Meilenzähler gerade einmal 9.674 Meilen an, gerade einmal gut 15.000 Kilometer. In 52 Jahren wohlgemerkt!

Hier besteht nun die Möglichkeit ein Stück Automobilgeschichte zu erwerben, in einem Zustand und mit einer Historie, die ihresgleichen sucht. Als die erste Cobra in Carroll Shelbys liebster Farbe ist sie ohnehin einzigartig, die Geschichte ihres Lebens macht sie umso besonderer. Es gibt keine Zweite wie diese!

FIN: CSX2104, Laufleistung: 9.674 mls (original), Hubraum:4.735 ccm/V8, Getriebe: 4-Gang, Farbe: Guardsman Blue/Schwarz (Leder), Leistung: 271 PS, Papiere: Deutsche Fahrzeugpapiere (H-Zulassung)

17.10.2015 - 14:00

Erzielter Preis: **
EUR 1.012.000,-
Schätzwert:
EUR 950.000,- bis EUR 1.250.000,-
Rufpreis:
EUR 350.000,-

1963 Shelby Cobra 289 Mk. I CSX2104


Erste Cobra in Guardsman Blue!
Original 9.674 Meilen auf der Uhr!
Vollständig dokumentiert bis zum ersten Tag!
Eingetragen im World Registry of Cobras

Video auf dem Dorotheum Blog jetzt ansehen

1954 Jahre zieht Carroll Shelby, ein aus einfachen Verhältnissen stammender Texaner, aus in die große Welt um sich als Rennfahrer zu beweisen. Sein Talent und sein Können öffnen ihm schnell die Türen zu den Rennställen mit den großen Namen. Schon nach einem Rennen in einem hoffnungslos unterlegenem Allrad wird er vom legendären Aston Martin Teamchef John Wyer in eines seiner Autos gesetzt, einem DB3S. Die folgenden Jahre fährt Shelby auch für Ferrari und Maserati, kehr t aber 1959 zu Aston Martin zurück und feiert gemeinsam mit Roy Salvadori in diesem Jahr den größten Erfolg seiner Karriere: den Sieg an der Sarthe bei den 24 Stunden von Le Mans!

Im selben Jahr noch muss Carroll Shelby auf seine Ärzte hören und aufgrund eines angeborenen Herzfehlers seine Karriere an den Nagel hängen. Zuletzt hatten ihm Nitroglycerin-Kapseln unter der Zunge geholfen über die Runden zu kommen. Shelby hatte immer schon die Vision einen konkurrenzfähigen, amerikanischen Rennwagen auf die Räder zu stellen. 1957 hatte er sich mit seinem Ansinnen bei General Motors noch eine glatte Abfuhr geholt, als Rennfahrer in Rente startet er einen neuen Versuch und begibt sich auf die Suche nach den geeigneten Zutaten.

Den Motor bekommt er vom jungen Ford-Manager Lido A. Iacocca, einen heißen 260 Kubikinch V8. Das Chassis dazu findet er in England bei AC Cars, deren rennerprobter Ace nach Turbolenzen bei Bristol, von deren BMW 328-Weiterentwicklung er bislang angetrieben wurde, plötzlich ohne richtigen Motor da steht. Hier fügt sich die Geschichte der Cobra zusammen und im Februar 1962 fliegt ein erster Prototyp unlackiert über den Atlantik um in Santa Fe Springs von Shelby und seinen Mannen Motor und Getriebe eingebaut zu kommen. Acht Stunden später rollt der fertige Wagen aus der Werkstatt und er ist viel schneller als Carroll Shelby es sich jemals hätte träumen lassen.

Der Presse gehen die Superlative aus und gleichzeitig versuchen AC und Shelby soetwas wie Serienfertigung ins Laufen zu bringen. Bei AC hatte man ganze Arbeit geleistet, statt niedlichen 135 PS wird nun eine Herde von doppelter Größe vom Chassis gebändigt, doch es gibt noch an allen Ecken und Enden Wehwehchen auszumerzen. Nach 75 Exemplaren folgt ein größerer und stärkerer Motor mit 289 Kubikinch, ein wenig später eine neue Zahnstangenlenkung, was aus der Cobra Mk. I die Mk. II macht. Ende 1964 bekommt die Cobra eine Testosteronkur verpasst, sieben Liter Hubraum, 500 PS, Schraubfedern und üppige Kotflügelverbreiterungen. „Cobra 427“ nennt sich dieses Monster.

In ihrer GT-Klasse feiert die Cobra mehr als nur Achtungserfolge und Shelby landet hinter Ferrari auf Platz 2 der Marken- Weltmeisterschaft. In der offenen Klasse sind selbst die Handvoll aerodynamischer Daytona Coupés chancenlos gegen die Übermacht aus der alten Welt. Nach nur 998 gebauten Cobras endet die Zusammenarbeit mit AC und Shelby wendet sich einem neuen Projekt namens Ford GT40 zu. Mit dem will das Imperium zurückschlagen. Tut es auch, und wie! Vier Jahre in Folge in Le Mans.

Diese Cobra trägt die Fahrgestellnummer CSX2104. Sie ist die 104te gebaute, die 29ste mit 289er Motor und die allererste in wunderschönem Guardsman Blue, der Farbe, die später alle Shelby Werksrennwagen tragen sollten!

Am 13. März 1963 wird sie laut vorliegender Kopie von AC Cars Shelby American in Rechnung gestellt und mit spezieller Verpackung für die Scheibe nach Los Angeles eingeschifft. Laut Rick Kopecs World Registry of Cobras and GT40s verkauft Shelby American CSX2104 am 6. Mai an Tasca Ford auf Rhode Island, gemeinsam mit 2109 und 2112. Bob Tasca lässt kurz nach Ankunft der drei Cobras Shelby wissen, dass er nicht länger Cobra-Händler sein will. Er behält 2109 und lässt 2104 und 2112 von White Griffith Ford in Hicksville, New York, abholen. Am 27. August stellt Shelby American die Rechnung für CSX2104 auf den New Yorker Händler aus.

CSX2104 geht weiter nach Indiana, zunächst an Allen County Motors in Fort Wayne und später an Pete Fall Ford in Elkhart. Laut vorliegender Originalrechnung kauft Morris L. Ruch am 6. April 1964 im Namen der Kinner Homes Corp. dort die Cobra für 5.600 Dollar für seine Frau Rozella.

1973 übersiedeln die Ruchs nach Kailua Kona auf Hawaii und Rozella nimmt ihre geliebte Cobra mit auf die Insel. Die originalen Frachtdokumente belegen, dass der Wagen bis dahin erst 7.198,2 Meilen gelaufen ist. Bis zu ihrem Tod 1987 sollen nur 2.000 weitere dazu kommen. Im Jänner 1989 verkauft Morris Ruch die Cobra seiner verstorbenen Frau an Walt Wilkinson in Kalifornien mit 9.159 Meilen auf der Uhr. Der wundert sich zunächst, warum er zum Wagen mit der Fahrgestellnummer CSX2104 die Papiere zu 2112 erhält, findet des Rätsels Lösung aber beim Besitzer von 2112, denn der hat die Papiere zu 2104. 25 Jahre lang war niemandem die Verwechslung, die 1963 bei White Griffith Ford passiert war, aufgefallen. Der neue Besitzer lässt dies korrigieren und bringt die blaue Cobra wieder auf Vordermann. Zuletzt war die Cobra 2008 in New Jersey zugelassen, bevor sie der aktuelle Besitzer im selben Jahr nach Deutschland holte.

Weil sie die erste Hälfte ihres Lebens in den Händen ihrer Erstbesitzerin verbrachte und in der zweiten stets bei Sammlern gut aufgehoben war, ist diese Cobra heute eines der ursprünglichsten und authentischsten überlebenden Exemplare. Zeitlebens waren ihr jegliche Misshandlungen oder Rennstrecken erspart geblieben. Heute zeigt der Meilenzähler gerade einmal 9.674 Meilen an, gerade einmal gut 15.000 Kilometer. In 52 Jahren wohlgemerkt!

Hier besteht nun die Möglichkeit ein Stück Automobilgeschichte zu erwerben, in einem Zustand und mit einer Historie, die ihresgleichen sucht. Als die erste Cobra in Carroll Shelbys liebster Farbe ist sie ohnehin einzigartig, die Geschichte ihres Lebens macht sie umso besonderer. Es gibt keine Zweite wie diese!

FIN: CSX2104, Laufleistung: 9.674 mls (original), Hubraum:4.735 ccm/V8, Getriebe: 4-Gang, Farbe: Guardsman Blue/Schwarz (Leder), Leistung: 271 PS, Papiere: Deutsche Fahrzeugpapiere (H-Zulassung)


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge und Automobilia
Datum: 17.10.2015 - 14:00
Auktionsort: Classic Expo Salzburg
Besichtigung: 16.10. - 17.10.2015


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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