Lot Nr. 36


Albin Egger-Lienz


(Stribach bei Lienz 1868–1926 St. Justina bei Bozen)
Schwur des Hutten, bezeichnet sowie nachträglich signiert und datiert Egger-Lienz 1889, Öl auf Leinwand, 71 x 89 cm, gerahmt

Rückseite Klebezettel:
Schwur des Hutten

Verzeichnet in:
Wilfried Kirschl, Albin Egger-Lienz, Das Gesamtwerk Bd. II, Christian Brandstätter Verlag 1996, S. 505 M 34 (dort als Entwurfskizze erwähnt) – siehe M35 – dort die Notiz: Hammers Datierung „um 1895“ gilt aufgrund des datierten Entwurfes zu dem nämlichen Gemälde als überholt (M34)

Provenienz:
Dorotheum Wien, 7. März 1927, Los 66
Privatsammlung, Wien

Ulrich von Hutten wurde 1488 auf der Burg Steckelberg geboren und war ein streitbarer Reichsritter und Humanist. 1512 reiste er über Wien nach Italien und kritisiert den Reichtum des Papstes und die Missstände der Kirche, festgehalten nach seiner Rückkehr nach Deutschland in seiner wohl bekanntesten Schrift „Epistolae Obscurorum Virorum“ (Dunkelmännerbriefe).
1519 begegnete er dem Ritter Franz von Sickingen und wurde von seiner Idee der Kirchenreformation überzeugt, die Kirche solle nur noch das Evangelium verkünden und sich aus den weltlichen Angelegenheiten zurückziehen.
Seine Zusammenarbeit mit Franz von Sickingen war letztendlich nicht erfolgreich.
Aufgrund seiner vielen Reisen nannte man ihn auch den „ersten Journalisten“. Huttens Grundlage für den Kampf gegen das Papsttum war nicht nur theologischer Natur. Das Rittertum erlebte zu seiner Zeit seinen Niedergang. Hutten setzte sich für die Schaffung eines stehenden Heeres ein, um die Ziele des Humanismus mit militärischen Mitteln zu vertreten. Ziel war es sowohl materielle Versorgung als auch einen Platz für das niedergehende Rittertum zu Verfügung zu stellen.
Ulrich von Hutten starb 1523 auf der Insel Ufenau im Zürichsee.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

04.06.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 60.000,-

Albin Egger-Lienz


(Stribach bei Lienz 1868–1926 St. Justina bei Bozen)
Schwur des Hutten, bezeichnet sowie nachträglich signiert und datiert Egger-Lienz 1889, Öl auf Leinwand, 71 x 89 cm, gerahmt

Rückseite Klebezettel:
Schwur des Hutten

Verzeichnet in:
Wilfried Kirschl, Albin Egger-Lienz, Das Gesamtwerk Bd. II, Christian Brandstätter Verlag 1996, S. 505 M 34 (dort als Entwurfskizze erwähnt) – siehe M35 – dort die Notiz: Hammers Datierung „um 1895“ gilt aufgrund des datierten Entwurfes zu dem nämlichen Gemälde als überholt (M34)

Provenienz:
Dorotheum Wien, 7. März 1927, Los 66
Privatsammlung, Wien

Ulrich von Hutten wurde 1488 auf der Burg Steckelberg geboren und war ein streitbarer Reichsritter und Humanist. 1512 reiste er über Wien nach Italien und kritisiert den Reichtum des Papstes und die Missstände der Kirche, festgehalten nach seiner Rückkehr nach Deutschland in seiner wohl bekanntesten Schrift „Epistolae Obscurorum Virorum“ (Dunkelmännerbriefe).
1519 begegnete er dem Ritter Franz von Sickingen und wurde von seiner Idee der Kirchenreformation überzeugt, die Kirche solle nur noch das Evangelium verkünden und sich aus den weltlichen Angelegenheiten zurückziehen.
Seine Zusammenarbeit mit Franz von Sickingen war letztendlich nicht erfolgreich.
Aufgrund seiner vielen Reisen nannte man ihn auch den „ersten Journalisten“. Huttens Grundlage für den Kampf gegen das Papsttum war nicht nur theologischer Natur. Das Rittertum erlebte zu seiner Zeit seinen Niedergang. Hutten setzte sich für die Schaffung eines stehenden Heeres ein, um die Ziele des Humanismus mit militärischen Mitteln zu vertreten. Ziel war es sowohl materielle Versorgung als auch einen Platz für das niedergehende Rittertum zu Verfügung zu stellen.
Ulrich von Hutten starb 1523 auf der Insel Ufenau im Zürichsee.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 04.06.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 25.05. - 04.06.2019