Lot Nr. 8


Klemens Brosch


(Linz 1894–1926)
„Der Abend“, betitelt, signiert, datiert Klemens Brosch 1925, Bleistift, Feder, Tusche, Aquarell auf gold-braunem Tonpapier, 12,3 x 63,3 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Oberösterreich
Dorotheum Wien, 25. Mai 2000, Los 80
Privatsammlung, London

Im Aufnahmeprotokoll der oberösterreichischen Landes -Irrenanstalt Niedernhart vom 31.12.1923 notiert der diensthabende Arzt:
„1914 bekam er (Brosch) von einem Militärarzt wegen Herzklopfens, Ohnmachtsanfällen und Schwächezuständen intern Morphiumpulver .... Seither habe er sich an Morphium gewöhnt. Seit 1915 spritze er es sich ein; allmählich habe er auch zu Cocain gegriffen.....“
Klemens Brosch ist 12 Jahre lang morphium- und kokainsüchtig. Er wird von erschreckenden Halluzinationen gequält, kann nicht schlafen, fühlt sich verfolgt, hat tödliche Angst vor eingebildeten Ungeheuern und empfindet jene unerträgliche Existenzangst, die schließlich im Selbstmord endet.

Anmerkungen zum Oeuvre, Ausstellungskritiken:
„Die Tragik des Klemens Brosch“ - „Künstlerkarriere endete in der Gasmaske“ - „Galgenbilder eines Kriegsberichterstatters“ - „Ein Künstler von fragmentarischer Genialität“ - „Brosch - verlorengegangenes Genie“ - „Brosch oder die tödliche Perfektion der Technik“ - „Wer ist Klemens Brosch, was Surrealismus“ - „Frühvollendet und fast vergessen ...“,
so lauten einige Titel der Tagespresse im Hinblick auf Leben und Werk des Künstlers. Allen Kritiken ist ein Grundtenor gemeinsam: Eine bemerkenswerte, frühvollendete, herausragende zeichnerische Begabung aus dem ersten Viertel unseres Jahrhunderts....

Elisabeth Nowak - Thaller, Klemens Brosch, Ritter Verlag, Klagenfurt 1991, Seite 153, 241.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

26.11.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 14.000,- bis EUR 20.000,-

Klemens Brosch


(Linz 1894–1926)
„Der Abend“, betitelt, signiert, datiert Klemens Brosch 1925, Bleistift, Feder, Tusche, Aquarell auf gold-braunem Tonpapier, 12,3 x 63,3 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Oberösterreich
Dorotheum Wien, 25. Mai 2000, Los 80
Privatsammlung, London

Im Aufnahmeprotokoll der oberösterreichischen Landes -Irrenanstalt Niedernhart vom 31.12.1923 notiert der diensthabende Arzt:
„1914 bekam er (Brosch) von einem Militärarzt wegen Herzklopfens, Ohnmachtsanfällen und Schwächezuständen intern Morphiumpulver .... Seither habe er sich an Morphium gewöhnt. Seit 1915 spritze er es sich ein; allmählich habe er auch zu Cocain gegriffen.....“
Klemens Brosch ist 12 Jahre lang morphium- und kokainsüchtig. Er wird von erschreckenden Halluzinationen gequält, kann nicht schlafen, fühlt sich verfolgt, hat tödliche Angst vor eingebildeten Ungeheuern und empfindet jene unerträgliche Existenzangst, die schließlich im Selbstmord endet.

Anmerkungen zum Oeuvre, Ausstellungskritiken:
„Die Tragik des Klemens Brosch“ - „Künstlerkarriere endete in der Gasmaske“ - „Galgenbilder eines Kriegsberichterstatters“ - „Ein Künstler von fragmentarischer Genialität“ - „Brosch - verlorengegangenes Genie“ - „Brosch oder die tödliche Perfektion der Technik“ - „Wer ist Klemens Brosch, was Surrealismus“ - „Frühvollendet und fast vergessen ...“,
so lauten einige Titel der Tagespresse im Hinblick auf Leben und Werk des Künstlers. Allen Kritiken ist ein Grundtenor gemeinsam: Eine bemerkenswerte, frühvollendete, herausragende zeichnerische Begabung aus dem ersten Viertel unseres Jahrhunderts....

Elisabeth Nowak - Thaller, Klemens Brosch, Ritter Verlag, Klagenfurt 1991, Seite 153, 241.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 26.11.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 16.11. - 26.11.2019