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Lot No. 11 V


1954 Tempo Wiking Bus


Seltener und besonderer Minibus
Liebevoll restauriert
Einmalige Historie

Die wachsende Popularität des VW T1 und die stark in der Beliebtheit schwindenden Dreirad-LKWs der eigenen Modellpalette forderten Anfang der 50er Jahre bei den Tempo-Werken eine Antwort für die ¾-Tonner-Klasse. Auch der Cheftechniker Bergst war vom Ende des Dreirad-Booms überzeugt und entwickelte ein Vierrad-Vehikel, das Dreiradaufsteiger bei der Marke halten sollte. Das Ergebnis wirkte auf den ersten Blick mit dem „Fischmaul-Kühler“ etwas schrullig und schmalbrüstig. Wer es etwas wohlwollender bezeichnen wollte, nannte den Lufteinlass „Schmollmund“ oder „Kussmund“. Ein Testredakteur der Zeitschrift Last-Auto empfahl den Wiking trotz einiger Kritik am Komfort aber als „lebendigen und preisgünstigen Lieferwagen für den Kleinhandwerker und Geschäftsmann“. Die 17-Zweitakt-PS auf 452 ccm erledigten ihre Aufgabe überraschenderweise flott und zuverlässig. Aufbauten konnten in so ziemlich jeder denkbaren Art bestellt werden, regulär gab es den Wiking als Pritsche, Kasten und Koffer sowie als Kleinbus. Die Insassen des letzteren können sich bei Vollbesetzung über körperliche Nähe zum Sitznachbarn freuen. Drei Sitze bei 164 cm Fahrzeugbreite waren so vermutlich manchmal Ansporn für eine Diät. Bereits 1955 kam daher das Folgemodell mit 8 cm mehr in der Breite und auch gefälligeren Proportionen. Aber gerade das Skurrile der ersten Baureihe macht heute den Reiz aus.

Der Tempo Kleinbus in den Farben Weiß und Blau wurde im Mai 1954 auf die Stadtwerke Augsburg zugelassen und blieb dort bis 1963 im Dienst, bevor er ausgemustert wurde. Davor erhielt der Bus beim Kilometerstand von 57.640 noch einen Austauschmotor, der auch in den Fahrzeugdokumenten eingetragen wurde. Selbst die Garantiekarte für diesen ist noch präsent. An der Quelle sitzend sicherte sich ein städtischer Angestellter den Bus und nutze ihn fortan als Familienkutsche. Dem Pflichtbewusstsein und Ordnungssinn eines deutschen Beamten gebührend, sind im Brief viele Untersuchungsberichte der regelmäßigen deutschen Hauptuntersuchung angehängt. So geht auch nichts verloren und ist jederzeit sofort auffindbar. Die jährlichen Fahrleistungen wurden ebenso pedantisch mit Datum und Kilometer festgehalten. Erst ganze 25 Jahre später zeigt der alte Brief den nächsten Besitzerwechsel an, der Bus blieb aber weiter in Augsburg. Zwei Jahre später erfolgte die letzte amtlich dokumentierte Abmeldung. Zwischenzeitlich ist der Bus aufwendig renoviert worden und zierte große Sammlungen. Seit ca. zehn Jahren ist er herausstechendes und glänzendes Exponat unter vielen Zweirädern und Kleinstwagen der Wirtschaftswunderzeit. Er ist ein höchst sympathischer Exot, viel außergewöhnlicher als alles andere unter den Vorläufern der Mini-Vans.

Chassis: 504658
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief von 1954

02.07.2022 - 15:00

Realized price: **
EUR 17,250.-
Estimate:
EUR 18,000.- to EUR 26,000.-

1954 Tempo Wiking Bus


Seltener und besonderer Minibus
Liebevoll restauriert
Einmalige Historie

Die wachsende Popularität des VW T1 und die stark in der Beliebtheit schwindenden Dreirad-LKWs der eigenen Modellpalette forderten Anfang der 50er Jahre bei den Tempo-Werken eine Antwort für die ¾-Tonner-Klasse. Auch der Cheftechniker Bergst war vom Ende des Dreirad-Booms überzeugt und entwickelte ein Vierrad-Vehikel, das Dreiradaufsteiger bei der Marke halten sollte. Das Ergebnis wirkte auf den ersten Blick mit dem „Fischmaul-Kühler“ etwas schrullig und schmalbrüstig. Wer es etwas wohlwollender bezeichnen wollte, nannte den Lufteinlass „Schmollmund“ oder „Kussmund“. Ein Testredakteur der Zeitschrift Last-Auto empfahl den Wiking trotz einiger Kritik am Komfort aber als „lebendigen und preisgünstigen Lieferwagen für den Kleinhandwerker und Geschäftsmann“. Die 17-Zweitakt-PS auf 452 ccm erledigten ihre Aufgabe überraschenderweise flott und zuverlässig. Aufbauten konnten in so ziemlich jeder denkbaren Art bestellt werden, regulär gab es den Wiking als Pritsche, Kasten und Koffer sowie als Kleinbus. Die Insassen des letzteren können sich bei Vollbesetzung über körperliche Nähe zum Sitznachbarn freuen. Drei Sitze bei 164 cm Fahrzeugbreite waren so vermutlich manchmal Ansporn für eine Diät. Bereits 1955 kam daher das Folgemodell mit 8 cm mehr in der Breite und auch gefälligeren Proportionen. Aber gerade das Skurrile der ersten Baureihe macht heute den Reiz aus.

Der Tempo Kleinbus in den Farben Weiß und Blau wurde im Mai 1954 auf die Stadtwerke Augsburg zugelassen und blieb dort bis 1963 im Dienst, bevor er ausgemustert wurde. Davor erhielt der Bus beim Kilometerstand von 57.640 noch einen Austauschmotor, der auch in den Fahrzeugdokumenten eingetragen wurde. Selbst die Garantiekarte für diesen ist noch präsent. An der Quelle sitzend sicherte sich ein städtischer Angestellter den Bus und nutze ihn fortan als Familienkutsche. Dem Pflichtbewusstsein und Ordnungssinn eines deutschen Beamten gebührend, sind im Brief viele Untersuchungsberichte der regelmäßigen deutschen Hauptuntersuchung angehängt. So geht auch nichts verloren und ist jederzeit sofort auffindbar. Die jährlichen Fahrleistungen wurden ebenso pedantisch mit Datum und Kilometer festgehalten. Erst ganze 25 Jahre später zeigt der alte Brief den nächsten Besitzerwechsel an, der Bus blieb aber weiter in Augsburg. Zwei Jahre später erfolgte die letzte amtlich dokumentierte Abmeldung. Zwischenzeitlich ist der Bus aufwendig renoviert worden und zierte große Sammlungen. Seit ca. zehn Jahren ist er herausstechendes und glänzendes Exponat unter vielen Zweirädern und Kleinstwagen der Wirtschaftswunderzeit. Er ist ein höchst sympathischer Exot, viel außergewöhnlicher als alles andere unter den Vorläufern der Mini-Vans.

Chassis: 504658
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief von 1954


Buyers hotline Mon.-Fri.: 10.00am - 4.00pm
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auction: Klassische Fahrzeuge
Date: 02.07.2022 - 15:00
Location: Vösendorf
Exhibition: 30.06. – 02.07.2022


** Purchase price incl. charges and taxes

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