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Lot No. 14 V


1961 Jaguar Mk II 3.8 Litre (ohne Limit / no reserve)


Aufwendig restauriert
Umfangreich dokumentiert
Matching Numbers

Ab 1959 rollte der Jaguar Mk II als das Nachfolgemodell des seit 1955 angebotenen Jaguar Mk I zu den Händlern. Richtigerweise hieß der Vorgänger eigentlich nie so, sondern je nach Motorisierung 2.4 Litre oder 3.4 Litre. Der neue war im Prinzip ein großes Facelift mit vergrößerten Fenstern, einer verbreiterten Spur und serienmäßigen Scheibenbremsen. Dazu kam zu den beiden bekannten Triebwerken die neue Topversion mit 3.8 Liter Hubraum. Alle drei verfügbaren Versionen wurden angetrieben von einem Reihensechszylindermotor. Im 3.8 Litre standen an der Hinterachse 220 PS an und in Verbindung mit dem serienmäßigen Viergang-Schaltgetriebe erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Dies machte den Mk II bis 1964 zur schnellsten Serienlimousine der Welt. Originärer Lebensraum dieser Saloons waren herrschaftliche Villen, deren Hausherren mit der Jaguar-Limousine das stilgerechte Fortbewegungsmittel für den regelmäßigen Club-Besuch besaßen. Diese Etablissements waren typischerweise mit hochflorigen Teppichen, dick gepolsterten Leder-Fauteuils und Barmobiliar in edelster Schreinermanier ausgestattet. Und im Mk II gabs die gleiche Anmutung, die gleiche Gediegenheit bei den verwendeten Materialien. Wohl keine andere Limousine der oberen Mittelklasse verströmte so viel britisches Flair wie der Mk II.

Die sportliche Fahrdynamik des MK II ließ ihn aber auch in gänzlich anderer Verwendung glänzen. Diverse Exemplare kamen bei Rallyes und Rundstreckenrennen zum Einsatz, so auch bei der Tour de France und der Rallye Monte Carlo. Darüber hinaus erlangte der Mk II einen berüchtigten Ruf als leistungsfähiges „Fluchtauto“ in der kriminellen Unterwelt, was die Gegenseite, sprich Polizei, zwang den Wagen zur Verfolgung derjenigen als „Jagdauto“ einzusetzen. Zum Five o’Clock Tea wollten schließlich beide Parteien ihren Job erledigt haben. Als eines der bekanntesten Autos der 1960er Jahre, teilweise dank unzähliger Auftritte in Filmen und im Fernsehen, setzte Jaguars bahnbrechende Mk2-Limousine während ihrer gesamten Produktionszeit den Standard für die Klasse und wird heute von Enthusiasten hochgeschätzt. Bis 1967 entstanden ca. 84.000 Mark II.

Das Jaguar Heritage Trust Certificate bestätigt dem Jaguar eine Auslieferung am 2. Dezember 1961 über den Distributor Jaguar Cars, New York. Das heutige Erscheinungsbild entspricht auch der genannten Konfiguration mit Lackierung in „cream“ und roter Innenausstattung. Als US-Modell hat er natürlich das Lenkrad auf der „richtigen Seite“ und ein Automatikgetriebe, wozu die große 3,8-Liter Maschine hervorragend passt. 1963 wurde der Mk II auf Mr. Edward French in Napa, Kalifornien zugelassen. Nach dessen Tod ging die Limousine über an seinen Sohn Perry French. Der wiederum vererbte den Mk II im Jahr 2005 an seine Nichte Darcey Fowkes und deren Ehemann Michael Levay, womit der Wagen nun in Los Altos, Kalifornien, seine neue Heimat fand. Laut Aussage von Mr. Levay war der Mk II niemals außerhalb des Staates Kalifornien und all die Jahre immer garagiert. Inzwischen hatte der Jaguar ca. 114.000 Meilen zurückgelegt und die Mechanik zeigte erste Schwächen. Deshalb beauftragte der Besitzer den Fachbetrieb Delong’s Automotive im benachbarten Campbell, den Mk II fahrtechnisch wieder auf Vordermann zu bringen.

Die wesentlichen Arbeiten in den folgenden acht Monaten umfassten Ausbau und Teilüberholung von Motor, Getriebe und Nebenaggregaten. Kühlsystem, Lenkung und Bremsen wurden komplett ersetzt oder umfangreich überarbeitet. Die Rechnung dafür belief sich auf USD 25.000. Ca. ein Jahr später hatte sich der Kontostand so weit erholt, dass die nächste Phase gestartet werden konnte. Ab Dezember 2006 ging es dann an die optische Aufbereitung der Limousine. Die Holzelemente wurden ausgebaut und beim Spezialisten aufwendig aufgearbeitet. Um Lack, Polster und Holz kümmerten sich weitere Fachbetriebe aus der Region. Die Arbeiten sind anhand von Rechnungen und Stundenaufzeichnung sowie einem Satz Fotos nachvollziehbar. Abschließend bekam der Jaguar dann noch neue Edelstahlspeichenräder und im Oktober 2007 stand der Jaguar dann wieder in seiner heimischen Garage. In Summe flossen USD 44.000 in die Restaurierung. Die Qualität wusste auch über zwölf Jahre später noch zu begeistern und der Einbringer sicherte sich das herausragende Exemplar englischen Automobilbaus. Seit 2019 ist die feudale Limousine nun beim österreichischen Einbringer und hat mit heutigem Stand von 21.653 Meilen seit der Restaurierung gerade mal gut 7.000 Meilen zurückgelegt. Eine markante Alterung seit der Restaurierung ist nicht festzustellen, die beste Gelegenheit, eine solide, sportliche, familien- und reisetaugliche Limousine mit Stil zu erwerben.

Chassis: P219324BW
Motor: LB8560-9
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

02.07.2022 - 15:00

Realized price: **
EUR 34,500.-
Estimate:
EUR 25,000.- to EUR 35,000.-

1961 Jaguar Mk II 3.8 Litre (ohne Limit / no reserve)


Aufwendig restauriert
Umfangreich dokumentiert
Matching Numbers

Ab 1959 rollte der Jaguar Mk II als das Nachfolgemodell des seit 1955 angebotenen Jaguar Mk I zu den Händlern. Richtigerweise hieß der Vorgänger eigentlich nie so, sondern je nach Motorisierung 2.4 Litre oder 3.4 Litre. Der neue war im Prinzip ein großes Facelift mit vergrößerten Fenstern, einer verbreiterten Spur und serienmäßigen Scheibenbremsen. Dazu kam zu den beiden bekannten Triebwerken die neue Topversion mit 3.8 Liter Hubraum. Alle drei verfügbaren Versionen wurden angetrieben von einem Reihensechszylindermotor. Im 3.8 Litre standen an der Hinterachse 220 PS an und in Verbindung mit dem serienmäßigen Viergang-Schaltgetriebe erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Dies machte den Mk II bis 1964 zur schnellsten Serienlimousine der Welt. Originärer Lebensraum dieser Saloons waren herrschaftliche Villen, deren Hausherren mit der Jaguar-Limousine das stilgerechte Fortbewegungsmittel für den regelmäßigen Club-Besuch besaßen. Diese Etablissements waren typischerweise mit hochflorigen Teppichen, dick gepolsterten Leder-Fauteuils und Barmobiliar in edelster Schreinermanier ausgestattet. Und im Mk II gabs die gleiche Anmutung, die gleiche Gediegenheit bei den verwendeten Materialien. Wohl keine andere Limousine der oberen Mittelklasse verströmte so viel britisches Flair wie der Mk II.

Die sportliche Fahrdynamik des MK II ließ ihn aber auch in gänzlich anderer Verwendung glänzen. Diverse Exemplare kamen bei Rallyes und Rundstreckenrennen zum Einsatz, so auch bei der Tour de France und der Rallye Monte Carlo. Darüber hinaus erlangte der Mk II einen berüchtigten Ruf als leistungsfähiges „Fluchtauto“ in der kriminellen Unterwelt, was die Gegenseite, sprich Polizei, zwang den Wagen zur Verfolgung derjenigen als „Jagdauto“ einzusetzen. Zum Five o’Clock Tea wollten schließlich beide Parteien ihren Job erledigt haben. Als eines der bekanntesten Autos der 1960er Jahre, teilweise dank unzähliger Auftritte in Filmen und im Fernsehen, setzte Jaguars bahnbrechende Mk2-Limousine während ihrer gesamten Produktionszeit den Standard für die Klasse und wird heute von Enthusiasten hochgeschätzt. Bis 1967 entstanden ca. 84.000 Mark II.

Das Jaguar Heritage Trust Certificate bestätigt dem Jaguar eine Auslieferung am 2. Dezember 1961 über den Distributor Jaguar Cars, New York. Das heutige Erscheinungsbild entspricht auch der genannten Konfiguration mit Lackierung in „cream“ und roter Innenausstattung. Als US-Modell hat er natürlich das Lenkrad auf der „richtigen Seite“ und ein Automatikgetriebe, wozu die große 3,8-Liter Maschine hervorragend passt. 1963 wurde der Mk II auf Mr. Edward French in Napa, Kalifornien zugelassen. Nach dessen Tod ging die Limousine über an seinen Sohn Perry French. Der wiederum vererbte den Mk II im Jahr 2005 an seine Nichte Darcey Fowkes und deren Ehemann Michael Levay, womit der Wagen nun in Los Altos, Kalifornien, seine neue Heimat fand. Laut Aussage von Mr. Levay war der Mk II niemals außerhalb des Staates Kalifornien und all die Jahre immer garagiert. Inzwischen hatte der Jaguar ca. 114.000 Meilen zurückgelegt und die Mechanik zeigte erste Schwächen. Deshalb beauftragte der Besitzer den Fachbetrieb Delong’s Automotive im benachbarten Campbell, den Mk II fahrtechnisch wieder auf Vordermann zu bringen.

Die wesentlichen Arbeiten in den folgenden acht Monaten umfassten Ausbau und Teilüberholung von Motor, Getriebe und Nebenaggregaten. Kühlsystem, Lenkung und Bremsen wurden komplett ersetzt oder umfangreich überarbeitet. Die Rechnung dafür belief sich auf USD 25.000. Ca. ein Jahr später hatte sich der Kontostand so weit erholt, dass die nächste Phase gestartet werden konnte. Ab Dezember 2006 ging es dann an die optische Aufbereitung der Limousine. Die Holzelemente wurden ausgebaut und beim Spezialisten aufwendig aufgearbeitet. Um Lack, Polster und Holz kümmerten sich weitere Fachbetriebe aus der Region. Die Arbeiten sind anhand von Rechnungen und Stundenaufzeichnung sowie einem Satz Fotos nachvollziehbar. Abschließend bekam der Jaguar dann noch neue Edelstahlspeichenräder und im Oktober 2007 stand der Jaguar dann wieder in seiner heimischen Garage. In Summe flossen USD 44.000 in die Restaurierung. Die Qualität wusste auch über zwölf Jahre später noch zu begeistern und der Einbringer sicherte sich das herausragende Exemplar englischen Automobilbaus. Seit 2019 ist die feudale Limousine nun beim österreichischen Einbringer und hat mit heutigem Stand von 21.653 Meilen seit der Restaurierung gerade mal gut 7.000 Meilen zurückgelegt. Eine markante Alterung seit der Restaurierung ist nicht festzustellen, die beste Gelegenheit, eine solide, sportliche, familien- und reisetaugliche Limousine mit Stil zu erwerben.

Chassis: P219324BW
Motor: LB8560-9
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung


Buyers hotline Mon.-Fri.: 10.00am - 4.00pm
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auction: Klassische Fahrzeuge
Date: 02.07.2022 - 15:00
Location: Vösendorf
Exhibition: 30.06. – 02.07.2022


** Purchase price incl. charges and taxes

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