Robert Hammerstiel - Werke kaufen und verkaufen

* 18. Februar 1933, Werschetz (Jugoslawien)

Robert Hammerstiel ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider.

1933 in eine banat-deutsche Familie aus Jugoslawien geboren, lernte Hammerstiel bereits in jungen Jahren die Härte des Lebens auf brutale Weise kennen: gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder war er für drei Jahre in verschiedenen Lagern interniert. 1947 gelang ihnen die Flucht nach Österreich wo Hammerstiel in Stahlwerken in Ternitz arbeitete. Beeinträchtigt durch widrige Arbeitsbedingungen, wechselte er Ende der 1970er in das dortige Archivbüro. Wie sein Vater, der neben seinem Beruf als Bäcker, als Ikonenmaler tätig war, zeichnete und malte Hammerstiel auf audiodidaktischer Basis und in erster Linie, um seine traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. In Form von verschiedenen Kunstseminaren des Gewerkschaftsbundes, in einem Zeitraum von circa zehn Jahren, gelang ihm es seine künstlerischen Fähigkeiten auszubauen und neue Techniken zu erlernen. Zu seinen damaligen Lehrern zählten Gerda Matejka-Felden, Gerhard und August Swoboda, sowie Robert Schmidt, der Hammerstiel in die Kunst des Holzschnittes einführte.
Zu Beginn der 1970er Jahre näherte er sich mit der neuerworbenen Technik biblischen Themen.
Seit 1972 stellt Hammerstiel seine Werke auf zahlreichen Ausstellungen im In- und im Ausland aus.
1985 wurde ihm der Professorentitel vom damaligen Österreichischen Bundespräsidenten verliehen.
Das Jahr 1988 markiert einen deutlichen Einschnitt im Leben des Künstlers: einerseits trat Hammerstiel seine Frühpension an und andererseits wandte er sich nach einem New York Aufenthalt dem Malstil der Pop Art zu. Damit ging eine neue Verwendung von leuchtenden Farben und eine drastische Reduktion auf das Wesentliche einher. Besonders die komplett anonym dargestellten Personen in den Bildern wurden für diese neue Schaffensperiode prägend. Studienreisen führen ihn ab diesem Zeitpunkt in die verschiedensten Länder der Welt. 2006 erfolgte die vollständige Verhüllung des Ringturmes in Wien durch vier Wandbilder von Hammerstiel. Drei Jahre später wurde im Leopold Museum eine Ausstellung mit Schwerpunkt auf das grafische Werk des Künstlers gezeigt. Als Highlight wurde Hammerstiels Werkzyklus mit dem Titel „Winterreise“ aus den 1990er Jahren gezeigt, welcher in Anlehnung an den gleichnamigen Liederzyklus von Franz Schubert entstanden ist. Heute befinden sich Werke von Robert Hammerstiel im Besitz von zahlreichen renommierten Museen und Sammlungen weltweit.