Giselbert Hoke - Werke kaufen und verkaufen

12. September 1927, Warnsdorf (Böhmen) - 18. April 2015, Klagenfurt (Österreich)

Giselbert Hoke war ein österreichischer bildender Künstler, dessen umfangreiches Werk Lithografien, Fresken, Glasmalereien, Emailwände, Aquarelle und Tapisserien umfasst.

1927 in Warnsdorf geboren, musste Hoke im Verlauf des Zweiten Weltkrieges tragische Verluste hinnehmen - sein Bruder kam zu Tode und ihm selbst musste der rechte Arm amputiert werden. 1946 inskribierte er an der Akademie der Bildenden Künste Wien, wo er von Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl unterrichtet wurde. Die Freude über den ersten Preis im künstlerischen Wettbewerb rund um die Gestaltung der Wandfresken Klagenfurter Hauptbahnhofs wurde jäh zerschlagen, als deren Fertigstellung im Jahre 1956 eine landesweite Protestwelle auslöste. Davor verbrachte der Künstler dank eines Stipendiums ein Jahr in Paris und heiratete die Tochter des Südtiroler Malers Rudolf Stolz. Nach einigen Jahren in Wien, erwarb Hoke 1962 das Kärntner Schloss Saager, welches er in den darauffolgenden Jahren restaurierte und um ein so genanntes „Werkhaus“ erweiterte. Dies bot Platz für die Herstellung von unterschiedlichen Arbeiten des Künstlers.
Ab seiner ersten Gemäldepräsentation in der Galerie 61 in Klagenfurt, folgten in den nächsten Jahrzehnten zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit, schlug Hoke eine akademische Laufbahn ein; zunächst als Professor für Künstlerische Gestaltung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Graz. Im Stift Rein baute er das Institut für Künstlerische Gestaltung auf, dessen Leiter er zwanzig Jahre war.
Da dem Künstler die Verbindung von Architektur, Raum und künstlerischer Gestaltung am Herzen lag, gestaltete Hoke viele Ensembles im öffentlichen Raum unter anderem mit Fresken, Glasfenstern und Emailwänden. In seinem Atelier stellte er hingegen bevorzugt Bilder nach Frauenmodellen her.
Ab den 1990er Jahren wandte er sich vermehrt dem Bildsujet der Landschaft zu, wo er sich von seinen vielen Reisen rund um die Welt inspirieren ließ. Berühmt wurde Hoke allerdings auch für seinen abstrakten Werkzyklus mit dem Titel „Nada“.
Im Jahr 2015 verstarb der Künstler im Alter von 87 Jahren.

Werke von Giselbert Hoke sind seit Jahren erfolgreich bei Dorotheum Auktionen vertreten: am 1. Juni 2017 wurde sein Ölbild mit dem Titel „Liegende Frau“ um einen Preis von € 13.750 ersteigert.